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Die Durchführung der lokalen Tiefenhyperthermie im Zusammenhang
mit Strahlen- oder Chemotherapie kann die Heilungschancen bei Krebserkrankungen
deutlich erhöhen - ohne ein nennenswertes zusätzliches
Behandlungsrisiko. Unsere Erfahrungen mit über 2.000 Behandlungen
sowie die mittlerweile tausendfache Durchführung im nationalen
und internationalen Wissenschaftsbereich bestätigen die gute
Verträglichkeit dieser Therapiemethode.
Wir erleben leider immer wieder, dass einzelne Ärzte/Professoren,
die mit dieser Methode nicht vertraut sind, eine ablehnende Haltung
gegenüber der Hyperthermie entwickeln. Meist sind es mangelndes
Wissen, Eitelkeiten, geringe Flexibilität oder Engagement,
die der zusätzlichen Chance durch diese Behandlung im Wege
stehen.
Die lokale Hyperthermie bringt keine weitere Belastung für
den Körper - im Gegenteil: Sie schützt die Haut sogar
gegen schädigende Nebenwirkungen der Strahlentherapie.
Wie wird die loko-regionale Hyperthermie durchgeführt?
Bei der loko-regionalen Hyperthermie wird die Wärme nur regional
und direkt auf das vom Tumor betroffene Gewebe oder Organ geleitet
- ganz im Gegensatz zur Ganzkörperhyperthermie, bei der eine
Überwärmung des gesamten Körpers erfolgt.
Ein schwenkbarer Applikator wird auf die betroffene Tumorregion
positioniert. Die computergesteuerten modulierbaren Kurzwellen
(= Radiowellen-Frequenz 13,56 MHz) bündeln sich ausschließlich
im Tumor. Hier entstehen Temperaturen von 42-45 °C. Eine Therapiesitzung
dauert 50-60 Minuten.
Quelle: www.hot-oncotherm.de
Für welche Krebsarten ist die loko-regionale Hyperthermie
geeignet ?
Die loko-regionale Hyperthermie wird vor allem bei lokal begrenzten,
oberflächlichen und tiefliegenden Tumoren und Metastasen eingesetzt,
z.B.:
- gynäkologische Tumore wie Brust- und Unterleibskrebs
- Kopf- und Halstumore (HNO-Tumore )
- Lungen- und Lebertumore bzw. Metastasen
- Bauchspeicheldrüsen- und Gallenkrebs
- Magen-, Darm-, Blasen- und Prostatakrebs
- Lymphknoten-Metastasen und örtlich begrenzte Lymphome
- Hirntumore
- Bindegewebe-/Hauttumore (Sarkom/Melanom)
Bei einigen Krebsarten wird der Tumor zunächst durch eine
Hyperthermiebehandlung verkleinert und der Rest anschließend
operativ entfernt. Dadurch will man risikoreiche, verstümmelnde
Operationen verhindern.
Wie wirkt die loko-regionale Hyperthermie?
Die Erhitzung des tumorösen Gewebes bis auf 45 °C führt
zu einem Hitzestau. Angrenzendes gesundes Gewebe kann die Wärme
leicht abführen, indem es seine Durchblutung um das Sechsfache
steigert - eine Fähigkeit, die das Tumorgewebe nicht besitzt.
Als Folge des Hitzestaus kommt es zu einer Unterversorgung
der Tumorzellen mit Sauerstoff und zur Nährstoffverarmung im
Tumor. Ebenfalls fallen durch die thermische Schädigung wichtige
lebensnotwendige Reparatursysteme der Zellen aus. Es kann zum Absterben
von Tumorzellen kommen.
Neuere Untersuchungen haben ergeben, dass Krebszellen bei einer
Erwärmung auf 42 °C im Gegensatz zum gesunden Gewebe besonders
charakteristische Eiweißstrukturen auf ihrer Oberfläche
bilden. Diese Eiweißstrukturen (z.B. HSP72), man nennt sie
auch Hitzeschockproteine, aktivieren die natürlichen Killerzellen
aus der Thymusdrüse = Bries des körpereigenen Abwehrsystems
zum Angriff auf die Tumorzellen. Damit wirkt die Hyperthermie nicht
nur durch die thermische Schädigung, sondern auch durch die
Stimulierung des Immunsystems.
Das von uns verwendete Gerät der Firma OncoTherm erzeugt ein
elektromagnetisches Feld. Dieses stört die Kommunikations-
und Teilungsprozesse der bösartigen Zellen (= Beeinträchtigung
der Depolarisationsströme und des Kaliumionenaustausches).
Die Zellteilung kann so verhindert werden.

Quelle: www.hot-oncotherm.de
Hyperthermie in Kombination mit onkologischen Standardmethoden
In klinischen Studien wurde festgestellt, dass viele Zytostatika
(Chemotherapiesubstanzen) bei Temperaturen zwischen 42 - 44
°C deutlich aggressiver wirken als bei normaler Körpertemperatur.
Darüber hinaus sind die thermisch schon vorgeschädigten
Tumorzellen viel leichter durch die Chemotherapie zu bekämpfen.
So sind es zurzeit neunzehn verschiedene chemotherapeutische Substanzen,
die in Kombination mit dieser Wärme eine additive Wirkung haben;
sechs Substanzen besitzen sogar eine potenzierende Wirkung.
Die Dosis der Chemotherapie in Kombination mit der Hyperthermie
kann aufgrund ihrer höheren Effektivität zurzeit niedriger
sein. So lassen sich Nebenwirkungen wie Haarausfall und Übelkeit,
die den Patienten häufig psychisch und physisch stark belasten,
vermeiden. Selbst ein Tumor, der gegen Chemo- und Strahlentherapie
resistent war, kann nach einer Hyperthermiebehandlung auf diese
Therapien wieder ansprechen.
Eine lokale Tiefenhyperthermie in Kombination mit einer Strahlentherapie
kann die Wirkung derselben erheblich verstärken. So konnte
zum Beispiel in einer Phase-3-Studie mit insgesamt 230 Patientinnen
mit Cervixcarcinom (= Gebärmutterhalskrebs) in den Niederlanden
gezeigt werden, dass die 3-Jahres-Überlebensrate im Vergleich
zu alleiniger Strahlentherapie um fast 90 % gesteigert werden konnte.
So ist die Tiefenhyperthermie beim Cervixcarcinom in Holland die
Standardbehandlung und wird von den Krankenkassen bezahlt.
Hyperthermie in Kombination mit einer Immuntherapie
Es liegen Studien und viele Erfahrungsberichte über die Kombination
mit einer biologischen Krebstherapie vor. Das heißt, auch
ohne die Kombination von Chemo-/Strahlentherapie sind Erfolge möglich
und Behandlungen sehr sinnvoll. So konnte z.B. gezeigt werden, dass
bei Lebermetastasen, vom Dickdarmkrebs ausgehend, die Hyperthermie
der alleinigen Chemotherapie überlegen sein kann. (Quelle:
Dr. Dr. Hager, Anticancer Research 19/1999, 3403-3408)
Neben Deutschland, dem europäischen Ausland und den USA wird
diese Methode mit Radiowellen in Japan und China praktiziert.
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