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Die Thymusdrüse (= Bries, hinter dem Brustbein gelegen) ist
das zentrale Abwehrorgan des Körpers. Sie stellt uns
so genannte Helferzellen und Killerzellen (spezielle Lymphozyten
bzw. weiße Blutkörperchen) zur Verfügung. Diese
greifen Krebszellen an und vernichten sie. Ebenso werden
Bakterien, Viren und Pilze bekämpft.
Ein menschliches Überleben ohne Thymusdrüse ist nicht
möglich. Im alten Griechenland nannte man die Thymusdrüse:
"Drüse des Lebens". Dieses Wissen ging in
der Euphorie der Antibiotika- und Chemotherapeutika verloren. Heute
ist die Thymusdrüse wichtiger Forschungsgegenstand der Genindustrie.
Von den über 20 Thymuspeptiden mit den verschiedenen Wirkungsweisen
und ihrem biologischen Zusammenspiel kann man bisher wenige gentechnisch
herstellen (z.B. Interferon, Interleukin). Die Erfolge der Gentherapie
sind bekanntlich eher enttäuschend.
Die Thymuspeptide, die wir in unserer Praxis verabreichen, enthalten
keine chemischen Zusatzstoffe. Sie werden unter kontrollierten
ökologischen Bedingungen sorgfältig hergestellt und
in der Tiefkühlkette aufbewahrt. Die Gewinnung der Wirkstoffe
erfolgt ähnlich der des Insulins aus der Bauchspeicheldrüse
von Rindern. (= Dieses Insulin kann bei allen Wirbeltieren, so auch
beim Menschen, den Blutzuckerspiegel senken und ist lebenswichtig.)
Die Zellwände der Thymusdrüse (von ökologisch aufgezogenen
Kälbern) werden in einem speziellen Verfahren durchgängig
gemacht, so dass die in den Zellen befindlichen Thymuspeptide durch
Filtration gewonnen werden können.
Thymuspeptide eignen sich unter anderem als unterstützende
Therapie bei Krebserkrankungen, besonders wenn das Immunsystem
geschwächt ist. Sie werden begleitend eingesetzt bei Strahlentherapie
bzw. Chemotherapie (= nach individuellem Schema), um deren
immunschädigende Wirkung zu reduzieren. Thymuspeptide bewähren
sich in der Nachsorge von Krebserkrankungen, zur Rezidivvermeidung
und zur Vorbeugung von Tumorkrankheiten.
Durchführung der Therapie
Die Thymuspeptide werden in Form von subcutanen oder intramuskulären
Spritzen gegeben. Insgesamt sind es je nach Immunstatus 18 - 20
Injektionen 2- bis 5-mal pro Woche. Danach gibt man im Allgemeinen
als Erhaltungstherapie alle 4 Wochen 1-2 Injektionen.
Weitere Informationen:
Arbeitskreis Immuntherapie e.V. (www.immun.de)
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